Schulchronik

 

Im Herbst 1921 hatte der Schulbetrieb in Huben begonnen. Im 1. Stock des ehemaligen Gridlinghauses (Teil des „Hubener Bahnhofs“) wurde ein Schulzimmer eingerichtet. Paul Eiterer unterrichtete als erster Schulleiter 47 Schüler von der 1. bis zu 8. Stufe. Früher mussten die Schulkinder des kleinen Dorfes und der umliegenden Bergbauernhöfe den weiten und besonders im Winter beschwerlichen Weg jahrzehntelang nach Feld bei Matrei bewältigen, wo schon seit dem Jahr 1796 eine einklassige Volksschule bestand.

Im Jahr 1933 wurde in Huben ein eigenes Schulhaus mit einem Klassenzimmer und einer Lehrerwohnung gebaut. Die Baukosten machten den Gegenwert von 10 Kühen aus. Michael Meirer (später Bürgermeister von Lienz), Josef Weingartner, Josef Tönig und Heinrich Kleinlercher scheinen als weitere Schulleiter vor dem Zweiten Weltkrieg auf.

vs_2Von 1941 bis 1948 wurde Josefa Brugger, später verehelichte Holzer (Steffi Holzer), mit der Leitung der einklassigen Volksschule betraut. Von 1948 bis 1951 stand die Schule unter der Leitung von Direktor Karl Klocker. In dieser Zeit wurde die Schule mit 66 Kindern zweiklassig und so musste aus Platzmangel Wechselunterricht gehalten. Das heißt, die 4. bis 8. Stufe hatte am Vormittag Unterricht, die 1. bis 3. Stufe am Nachmittag.

In den Jahren 1951 bis 1954 war Alexander Ruggenthaler Schulleiter in Huben. Darauf folgte der am längsten dienende Schulleiter in Huben: Valentin Leitner (+ 2010). Er leitete die Schule 29 Jahre lang. Als weitere Langzeit-Lehrerinnen sind Steffi Holzer und Johanna Rainer, geb. Koneczni, zu erwähnen. Im Schuljahr 1964/65 stieg die Schülerzahl sogar auf 85 an. Im Jahr darauf – dem Jahr der Hochwasserkatastrophe – wurde die Schule mit Wechselunterricht dreiklassig.

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Im Jahre 1967 wurde mit dem lange geplanten Schulhausneubau begonnen. Im Vorfeld waren von Seiten der Matreier Gemeindeführung ernsthafte Absichten im Gespräch, die Schule in Huben stillzulegen. Dank des Einsatzes von mutigen und weitblickenden Hubenern, allen voran Josef Fuetsch, genannt Göbel Sepp, ist es gelungen, dieses Ansinnen abzuwehren.

Am 20. Jänner 1969 wurde der Gebäudeteil von Dekan Josef Holaus feierlich eingeweiht. Im Feber/März 1969 wurde das alte Schulhaus abgetragen und an seiner Stelle die 2. Hälfte des Schulhauses gebaut. Im Oktober 1970 dann der Höchststand der Schülerzahl mit 89 Kindern. 1973 wurde die Volksschuloberstufe aufgelassen. In diesem Jahr wurde auch der Hubener Kindergarten neu eröffnet. Er ist im Kellergeschoss des Schulhauses untergebracht. Im Jahr 1983 trat nun Hans Wurzer in die Stapfen seines langjährigen Vorgängers Valentin Leitner. In diesem Jahr war die Schule letztmalig dreiklassig und Direktor Wurzer setzte einen Schwerpunkt auf die Montesoripädagogik.

Im Mai 1987 besuchte Bischof Reinhold Stecher die Schule im Rahmen der Visitation.

Unter Dir. Wurzer nahm die Schule meistens an den Bezirksjugendsingen teil. Im Jahr 1989 wurde die Schule sogar für das Landesjugendsingen ausgewählt.

Im Sommer 1990 reiste Dir. Wurzer mit seiner Frau und zehn Hubener Schulkindern, die der damaligen Kindervolkstanzgruppe angehörten, nach Japan zu einem „World Children Festival“.

In den späten 90er-Jahren wurde der Hauseingang von der Westseite auf die Nordseite verlegt. Dies war eine wichtige Maßnahme, weil so die Engstelle auf der Hauptzufahrt zum Eisstadion beseitigt wurde.

3 ½ Jahre lang machte die Hubener Schule um die Jahrtausendwende bei einem Comeniusprojekt mit. Die Partnerschulen waren eine Grundschule in Berlin/Köpenick und eine tschechische Grundschule in Havlickuv Brod (120 km südlich von Prag)

Im Jahre 2002/03 errang die Lehrerin Doris Kofler mit ihrer Klasse beim Landeswettbewerb „Freude am Lesen“ den 1. Platz.

Am 1. Dezember 2004 wurde die Hubener Schule zur Nationalparkschule. Am 13. Mai 2011 besuchte Bischof Manfred Scheuer die Hubener Schule.

Am 5. Juli 2011 stand die Schule ganz im Zeichen einer großen dreiteiligen Feier: zuerst feierlicher Schlussgottesdienst mit Pfarrer Kleissner, dann Eröffnung der neuen Kletterwand und Rückblick auf 28 Jahre Schulleitertätigkeit. Der dritte Teil im Eisstadion war ganz der Verabschiedung von Schulleiter Hans Wurzer gewidmet, mit lustigen und netten Einlagen der Schulkinder und Kindergartler.

Im Herbst 2011 hat Hannes Holzer aus Lienz die Schulleitung übernommen.

In den drauf folgenden Jahren leitete Direktor Holzer pädagogische und auch bauliche Veränderungen in die Wege. So wurde eine Schulbibliothek mit Leseecke eingerichtet, der Musikraum im Obergeschoss wurde saniert und adaptiert, die Direktion verlegte man in das Erdgeschoss und die Klassen wurde mit 10 PC ausgestattet. vs_3Ab dem Schuljahr 2012 trägt die VS Huben die Bezeichnung „Musikvolksschule“.

Eine Schülergruppe der HAK Lienz erstellte im Jahr 2014 im Rahmen ihrer Projektarbeit eine Webseite. So kann sich die Schule auch in der medialen Welt präsentieren.

Im Jahr 2015 wird die VS Huben vom Landesschulrat für Tirol mit dem Gütesiegel „Lesen“ ausgezeichnet. Die mit dieser Zertifizierung ausgezeichneten Schulen punkten mit eigenen Lesekonzepten, forcieren Lesepatenschaften, lehren verstärkt den Umgang mit digitalen Medien, organisieren Begegnungen mit Autorinnen und Autoren und präsentieren ihre Leseaktivitäten in der Öffentlichkeit.

Herausragend und beeindruckend waren die Leistungen der Hubener Kinder bei der Überprüfung der Bildungsstandards im Jahr 2015 in Deutsch. Insgesamt schnitten die Schülerinnen deutlich über dem Durchschnitt ab, im Bereich „LESEN“, war die VS Huben die „BESTE SCHULE“ Osttirols.

Im Jahr 2017 nahm Koll. VOlin Edith Gomig mit allen Kinder der VS Huben am Fest der Stimmen in Lienz und am Landesjugendsingen teil. 

 

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